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„Auf dem guten Weg“

Ausgabe Nr. vom 18. Dezember 2014

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3. Auflage der AUAN-Gala stattgefunden

Der Humanitäre Verein AUAN (Asociația Umanitară Alexandra Nanu)organisierte vergangene Woche zum dritten Mal die AUAN-Gala unter dem MottoCredem în tine”, die in diesem Jahr sogar aus zwei Galaabenden bestand. Im Rahmen der Gala am Sonntagabend überreichte Helmut Detschelt einen Exzellenzpreis an Gheorghe Lazăr-Schülerin Alexandra Canciu. Um den künstlerischen Teil der zwei Benefizkonzerte  kümmerte sich auch dieses Jahr der Panflötenspieler Radu Nechifor von dem Verein Become.

„Alle fragten mich schon Monate vorher: Wird das Konzert auch dieses Jahr abgehalten? Ja, mit Sicherheit ja. Und in diesem Jahr sogar zweimal“, sagte Vereinspräsidentin Anca-Maria Oprean. Dieses Ereignis sei schon zur Tradition in Hermannstadt geworden. Und tatsächlich füllte sich der Thalia-Saal an den zwei Abenden, an denen die Benefizkonzerte stattfanden, mit einem zahlreichen hiflsbereiten Publikum.

Auch dieses Jahr wurde einer Schülerin im Rahmen der Gala am Sonntagabend preisgekrönt und zwar Alexandra Canciu (12. Klasse) vom Gheorghe Lazăr-Lyzeum, die den ersten Preis auf nationaler Ebene im Rahmen der Olympiade für Deutsch als Fremdsprache erhalten hatte. Den Preis überreichte wie auch im vorigen Jahr Ehrenmitglied des Vereins Helmut Detschelt aus Vancouver. Der Preis bestand in einem Geldpreis von 5.000 Lei sowie in einer Medaille.

„Als ich vor zwei Jahren den Preis gründete, habe ich keine Bedingungen gestellt außer, dass der allererste Preis an Camelia Oprea geht, da ich von ihr viele gute Sachen gelesen hatte. Persönlich hatte ich keinen Einfluss auf die Wahl in diesem Jahr. Von einer Liste vom Schul-
inspektorat wurde nun Alexandra Canciu gewählt, die außerordentlich gute Ergebnisse im Rahmen der Olympiade für Deutsch als Fremdsprache auf nationaler Ebene erreichte, was mich beeindruckt hat“, sagte der aus Hermannstadt stammende Helmut Detschelt. Erstens gäbe es eine Verbindung mit seiner Herkunft. Zweitens käme Alexandra vom Gheorghe Lazăr-Lyzeum, also vom selben Lyzeum das er selber abgeschlossen habe und drittens heiße sie Alexandra, eine Tatsache, die an die verstorbene Alexandra Nanu erinnere. Der plötzliche Tod der jungen Alexandra Nanu führte nämlich dazu, dass der Verein gegründet und nach ihr benannt wurde.

Auch von Alexandra Cancius Aufsatz schien Detschelt tief bewegt zu sein. Im Rahmen der Olympiade musste sie zu einem Sprichwort der Swahili („Wichtig ist nicht, wo du bist, wichtig ist, was du tust, da, wo du bist”) einen Aufsatz schreiben. „Ich glaube, dass Fräulein Canciu ganz im Sinne des Vereins AUAN denkt und somit unsere Gewinnerin ist”, sagte Detschelt.

Von Anfang an habe er es für wichtig gehalten, das der Exzellenzpreis  nicht für schulische Leistungen vergeben wird. Er wollte, dass es ein Preis für besondere Personen wird, die in Jahren das übernehmen können, was man jetzt hier mache.

Bei AUAN wurde das Jahr nun mit 25 Betreuten gestartet. Von diesen sind 13 Stipendiaten, 4 Jugendlichen wird materiell und finanziell geholfen und die übrigen Jugendlichen bekommen zu bestimmten Anlässen wie Weihnachten, Ostern, am 1. Juni, u. a. Geschenke.

„Unser Ziel als Verein ist es, 20 Stipendiaten zu haben”, sagte Dorica Nanu, Geschäftsführerin des Vereins. Stipendiaten des Vereins sind Schüler zwischen 6 und 19 Jahren deren Durchschnittsnote zwischen 9 und 10 liegt und die aus Familien kommen, deren Nettoeinkommen pro Kopf unter 550 Lei beträgt.

Im Rahmen der zwei  Benefizkonzerte konnte man einen unvergesslichen Abend erleben mit Künstlern und Bands wie Radu Nechifor, Alexandu Petrovici, Dreamcatchers, Magic Band, Maria Cojocaru, Vlad Simon, Mee & Mary, Luana Prodea Dominique Simionescu, Anca Mărginean, Mihai Teacă, Oana Andra, Sebastian Stan, Snatolz Quintett sowie der Moderatorin Nicolle Stănese Cioltea. Wie Radu Nechifor unterstrich, haben alle Künstler freiwillig teilgenommen.

„Der Verein Alexandra Nanu macht Kultur”, sagte Helmut Detschelt. Klaus Johannis soll gesagt haben als er sein Buch „Pas cu Pas” vorstellte, dass Kultur Rumänien verändern werde. „Man ist also auf dem guten Weg”, schlussfolgerte Detschelt.                       

Werner FINK

Anca-Maria Oprean, Alexandra Canciu und Helmut Detschelt (v. l. n. r.)

 

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